Coswiger Kuratorium zur Spendenverteilung gegründet

 

Am 2. September trat erstmals das Kuratorium zusammen, das über die Verteilung der Spendengelder auf dem Coswiger Hochwasserkonto entscheiden wird. Diesem Kuratorium gehören mit Billigung des Coswiger Stadtrates an:

 

Pfarrer Schuster                  Evangelische Gemeinde

Pfarrer Hock                        Katholische Gemeinde

Herr Thaler                           Vorstand Kreissparkasse Meißen

Frau Böhme                         Büro Dr. Zielfleisch

Frau Thiedhe                       RPA Dresden

Herr Pfaffe                           Geschäftsführer Walzengießerei

Herr Dr. Göhler                    Geschäftsführer der Firma HTS

Herr Dr. Grundmann           Arzt für Allgemeinmedizin

 

Dieses Kuratorium steht in den nächsten Wochen vor der extrem schwierigen Aufgabe, eine Spendensumme in sechsstelliger Höhe gerecht und wirkungsvoll zu verteilen (gegenwärtig ca. 200.000 Euro und durchaus noch im Wachsen begriffen). Dieser Summe stehen allerdings Schäden allein in privaten Haushalten von fast 6 Millionen Euro gegenüber, von denen ca. 600 Personen in 200 Haushalten mehr oder weniger stark betroffen sind.

 

Als Arbeitsgrundlage wird das vom Fachbereich Bauen erstellte Schadensregister dienen, das alle Privathäuser einschließlich der betroffenen Gewerbetreibenden umfasst. Das Kuratorium einigte sich zunächst darauf, die am stärksten Betroffenen aus diesem Register herauszufiltern und dabei auch soziale Faktoren wie die Anzahl der im Haushalt lebenden Kinder zu berücksichtigen. Außerdem werden Erfahrungen aus dem Oderhochwasser und der Arbeit von Diakonie und Caritas einfließen.

 

Allen ist dabei bewusst, dass schnelle Hilfe gewünscht und gebraucht wird. Um schnelle Arbeit ist das Kuratorium daher bemüht. Einer sorgfältigen und vollständigen Zusammenstellung der Daten durch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und gründlichem Nachdenken und Diskutieren wird dennoch oberste Priorität beigemessen, um Fehlentscheidungen zu vermeiden. Zunächst sollen ca. 80 % der Gesamtsumme ausgezahlt werden, um eine Reserve für später bekannt werdende oder andere Notfälle zu behalten.

 

Wo in einem akuten Fall durch eine rasche Spende geholfen werden könnte, bittet die Stadtverwaltung jedoch um eine kurze Notiz an Herrn Schubert, Fax 66709.

 

Ulrike Tranberg
Pressesprecherin der Stadtverwaltung