Zentrale Straßenbahnhaltestelle in Coswig offiziell eröffnet
- Kurze, barrierefreie Wege zwischen Straßenbahn und Buslinien
- Attraktive Platz- und Umfeldgestaltung
- 2 Bushaltestellen, 24 überdachte Fahrradabstellplätze
- Gesamtinvestition von fast 1 Mio. Euro
Im Mai 2005 rollten die Bagger an, inzwischen ist die Neugestaltung der zentralen Straßenbahnhaltestelle an der Hauptstraße in Coswig abgeschlossen. Zusammen mit den neuen Zugängen zur Straßenbahnlinie 4 sind in unmittelbarer Nähe auch zwei Bushaltestellen für vier Regionalverkehrslinien und 24 überdachte Fahrradabstellplätze entstanden. Fahrgäste können auf kurzen Wegen zwischen den Verkehrsmitteln einfach umsteigen. Eine moderne Ampelanlage gewährleistet einen sicheren Verkehr.
Der Coswiger Oberbürgermeister Michael Reichenbach eröffnete heute offiziell die neue Anlage, gemeinsam mit Reiner Zieschank, Vorstand Finanzen und Technik der Dresdner Verkehrsbetriebe AG und Andreas Förster, Prokurist des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO), sowie weiteren Projektpartnern. Reichenbach: „Durch die neue Zentralhaltestelle hat nicht nur der öffentliche Nahverkehr, sondern das gesamte Stadtzentrum an Attraktivität gewonnen. Jetzt zahlt sich aus, dass wir so großen Wert auf Umfeldgestaltung gelegt haben.“
Die Verkehrsanlagen sind integriert in einen etwa 30 x 30 Quadratmeter großen, mit farbigen Betonsteinen gestalteten Platz. Zwischen den Gleisen wurde Großpflaster verlegt, um den innerstädtischen Charakter der Anlage zu unterstreichen. Die umgebende Fläche ist mit Granitkleinpflaster befestigt. Sitzgelegenheiten, moderne Beleuchtung und gläserne Überdachungen steigern die Aufenthaltsqualität des neuen städtischen Freiraums.
VVO-Prokurist Förster: „Der öffentliche Nahverkehr braucht attraktive Zugangsstellen. Den Bau der neuen Zentralhaltestelle haben wir auch deshalb unterstützt, weil es ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt ist. Die Straßenbahnen verkehren hier im Halbstunden-Takt. Von den zwei Bushaltestellen fahren in der Woche täglich 118 Busse ab, zum Beispiel nach Radeburg, Meißen, Moritzburg und Großenhain. An Wochenenden verkehrt hier auch die Linie 411 des VVO-Nachtverkehrs nach Meißen.“
Von der Lutherstraße her wurde ein neuer Fuß- und Radweg angelegt. Gleichzeitig entstand eine überdachte Fahrradabstellanlage mit 24 Plätzen. Entlang des Weges sollen noch im Oktober Bäume und Sträucher gepflanzt werden.
DVB-Vorstand Reiner Zieschank: „Die moderne Haltestelle mit ihren elektronischen Fahrgastinformationstafeln ist ein weiterer Baustein für den langfristigen Betrieb der Straßenbahnverbindung nach Weinböhla. Mit 28,7 km und 79 Minuten Fahrzeit ist die Kulturlinie 4, die Weinböhla, Coswig und Radebeul mit vielen Dresdner Sehenswürdigkeiten verbindet, unsere längste Linie.“
Westlich der Hauptstraße wurde die alte Wartehalle abgerissen und durch einen Grüngürtel mit einem zum Grundstück passenden Zaun ersetzt. Auf dieser Seite darf aufgrund der relativ hohen Geschwindigkeit der Bahnen niemand mehr spazieren. Fußgänger und Radfahrer können stattdessen den bestehenden Weg auf der nördlichen Seite der Gleise nutzen.
Die Gesamtmaßnahme hat einschließlich Lichtsignalanlagen und Planung rund 950.000 Euro gekostet. Dazu hat die Stadt eine Förderung aus dem Bund-Länder-Programm der Städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen in Höhe von über 330.000 EURO und einen Investitionszuschuss des VVO in Höhe von 120.000 Euro erhalten. Zur Finanzierung trugen ebenso die Fördermittel aus dem Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz (GVFG) zur Förderung der Straßenbahnanlage in Höhe von über 280.000 Euro bei.
Axel Bergmann
Pressesprecher VVO
Falk Lösch
Pressesprecher Dresdner Verkehrsbetriebe AG