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Das Coswiger Eisenerz |
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Ursprünglich waren alle sumpfigen und sandigen Dellen des Friedewaldes mit einer 0,1 – 1 m mächtigen , löchrig – lockeren Schicht von Raseneisenerz ausgefüllt und pflasterartig bedeckt. Doch besonders in der Eisenzeit, also vor ca. 2500 – 1500 Jahren, und im Mittelalter, vor 1000 bis 500 Jahren, wurden diese Schichten in kleinen Tagebauen abgebaut oder die im Wald herumliegenden Erzbatzen aufgesammelt. Es ist übrigens nicht völlig auszuschließen, dass die vor über 100 Jahren schon kräftig entwickelte Coswiger Eisen- und Maschinenindustrie wenigstens partiell ihre Wurzeln in diesen Eisenvorkommen hat.
Obwohl der Eisengehalt im Raseneisenerz meist nur 20 – 40 % betrug, ließ sich doch daraus ein hervorragend ausschmiedbares Eisen gewinnen. In einigen Raseneisenerzvorkommen traten auch weitere Minerale auf (z.B. waren solche Elemente wie Phosphor, Stickstoff, Kohlenstoff, Mangan, Kalium, Kalcium und Silizium im Eisen enthalten), so dass hier bereits Stahl erzeugt werden konnte. Entstanden sind die Lager von Raseneisenerz, als eisenhaltige Grundwässer im Sandboden zirkulierten, wobei der Sand wie ein Filter wirkte. Eisenhydroxide wurden ausserdem als Stoffwechselprodukt von Bakterien ausgefällt. Und so wuchsen die Eisenanreicherungen in Tausenden von Jahren zu immer größeren Konkretionen und Schichten heran. Fossilien der damaligen Land- und Süßwasserflora sind darin reichlich enthalten.
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