QUICKKLICK - Geologie
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Coswig und das Erzgebirge


Coswig ist sehr reich an vielfältigen Gesteinen: zahlreiche Fest- und Lockersedimente, vulkanische Gesteine wie Porphyr und Porphyrit, magmatische Gesteine wie Granit, Syenit mit vielfältigen Ganggesteinen und schließlich – die metamorphen (umgewandelten) Gesteine, wie Roter und Grauer Gneis, Augengneis, Quarzit und Schiefer.

Jene letztgenannte Gesteinsgruppe bildet den ältesten Teil des kristallinen Urgebirges unter Coswig. Dieses hat ein Alter von ca. 500 bis 700 Millionen Jahren, wobei einzelne Gesteinslagen auch bis 3,5 Milliarden Jahre alt sein können, wie Untersuchungsergebnisse jüngster Zeit im Elbtalbereich zeigen. Diese Gesteinsserien, im folgenden kurz „Gneise“ genannt, bauen das gesamte Erzgebirge auf.

Im Coswig – Meißner Raum jedoch trat an der Elbtalstörung durch den Gneis hindurch das gewaltige Meißner Granitmassiv als glutflüssige Magmamasse auf und erstarrte unter einem damals wohl noch 1000 m mächtigen Schieferdach aus ehemaligen Meeressedimenten. Innerhalb von 300 Millionen Jahren wurden alle diese Gesteine bis auf das heutige Niveau abgetragen.

Somit können wir heutzutage am Spitzberg und am Hahneberg jene Gneise beobachten, die damals durch das aufsteigende, glühende Meißner Magma aus der Wurzel des Erzgebirges in großer Tiefe herausgerissen wurden und weiter oben als Fragmente im Syenit schollenartig steckenblieben.

Über lange Zeit hinweg betrachtete man die Hochfläche des Coswiger Friedewaldes als zum Westlausitzer Hügelland gehörig. Aber der petrologische Aufbau sagt uns, dass Coswig, geologisch betrachtet, noch zu den nordöstlichen Ausläufern des Erzgebirges zählt, zumal bei uns auch erzgebirgische Mineralgänge (Ausläufer des Scharfenberger Revieres) auftreten.

Erzgebirgsgesteine Coswigs

Augengneis

Quarzitgneis

Metamorpher Quarzit

Paragneis

Glimmerschiefer

Sonstigen Gesteine Coswigs

Plänerkalkstein

Syenit

Mandelstein

Lamprophyr

Aplit


Text: Holger Sickmann


Update 06/05/05 AMo