Weingut Walter Schuh


Walter Schuh kaufte nach der Wende den in Sörnewitz gelegenen alten Bauern­hof aus dem Jahr 1874. Schritt­weise erfolgte die Sanierung des Anwesens. 1994 wurde die ehemalige Scheune zu einem modernen Kellerei­betrieb ausgebaut, im Dach­geschoss entstanden moderne Ferien­wohnungen.
 



1996 begann die Sanierung des historischen Fach­werk­hauses aus dem Jahre 1819. Nach ein­jähriger Bauzeit konnte 1997 das „Weincafe – Pension zur Bosel“ eröffnet werden. Ehe­frau Martina Schuh be­wirtschaftet seither liebe­voll mit zwei Mitarbeiterinnen diesen Betriebs­zweig.


Walter Schuh bewirtschaftet seine Flächen mit zwei Mitarbeitern. „Familien­betrieb“ wird groß geschrieben, anstehende Arbeiten werden familiär mit den Mit­arbeitern diskutiert und aus­geführt.

Er verarbeitet auch Trauben anderer Winzer. Da er nach den Vorgaben des kontrollierten, umwelt­schonenden Wein­baues arbeitet, verlangt er, dass die Zulieferer seine entsprechenden Bedingungen erfüllen. Die besondere Vorliebe des Winzers gilt dem Rot­wein. Er macht fast 50% seiner Sorten aus. Außerdem werden vor allem traditionelle Sorten erhalten und gepflegt. Die 3,5 ha große Einzel­lage „Meißner Klausen­berg“ ist seit 1996 gepachtet und ist mühsam und mit großem Aufwand wieder aufgerebt worden.


Das Weingut produziert in Handarbeit Winzer­sekt im klassischen Flaschen­gärverfahren. Dazu werden ausgewählte Weine verwendet. Weine einzelner Rebsorten werden jeweils sehr früh, schon nach drei Monaten in Flaschen abgefüllt. Die Haupt­menge verbleibt zur weiteren Reife im Keller.

Walter Schuh ist ein Winzer, der aufgeschlossen und aktiv für den Weinbau im Elbtal eintritt und stets mit guten Ideen und Anregungen durch praktisches Handeln zu ihrer Verwirklichung beiträgt.


Rebfläche

4,5 ha Steil- und Terrassenlage über 30% Steigung

Rebsortenspiegel

Rebsorten weiß:

Rebsorten rot:

 

© Text: Walter Schuh / Layout: Museum Karrasburg Coswig / Links zu Weinsorten: Sächsische Winzergenossenschaft Meißen
(Ausstellung: "Wie die Rebe, so der Wein - Weinanbau im Coswiger Raum" 2002)