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Bereits 1591 wurde ein „Machael Rudelsberg“ im Zusammenhang mit der
Neuanlage eines Weinberges erwähnt. Ob es sich dabei um das spätere
Zimmermannsche Grundstück handelt, ist nicht gewiss. 1628 wurden als
Besitzer Valten Buchfuhrer und Michel Rudell aufgeführt. 1688 erwarb
Christian Zimmermann, Superintendent in Dresden das Grundstück, das man
nach ihm benannte. Zum Grundstück gehörten: Herrenhaus mit Presse,
Winzerhaus mit Pferdestall und Backhaus, Weinberge sowie Wiesen, Teiche
und Wald im Friedewald.
Nach dem Tode Zimmermanns
wurde der gesamte Besitz in zwei Teile, den „Schadenschen“ und den
„Weberschen“, geteilt. 1787 besaß Ernst Gottlob
Schade die Hälfte des Grundstückes mit Winzer- und Presshaus sowie 136
Pfahlhaufen Weinstöcke (ca. 4 Hektar). Er kaufte in diesem Jahr von den
Weberschen Erben den anderen Teil und führte das Grundstück wieder
zusammen.

Der Zimmerhof in
einer Fotografie um 1900
Bereits 1801 wurden Teile
wieder veräußert. Der Besitzer verkaufte weiter, so dass 1805 vom
Justizamt Moritzburg ein Steuerprüfer eingesetzt wurde, der die
inzwischen 14 Parzellen überprüfen sollte. Auch in den folgenden Jahren
wechselten einzelne Teile des Gutes wiederholt den Besitzer. 1817 erwarb
Johann Christian Talkenberg Teile der Zimmerhöfe, veräußerte diese aber
wieder an 10 verschiedene Parteien, insgesamt 25 Scheffel und 10
Pfahlhaufen Weinberg. Er selbst behielt sich nur „3 Scheffel 6 Mze.
Lehde, 4 Scheffel Holzland, 10 Pfahlhaufen Weinberg“.
1842 kaufte Pastor Otto
Friedrich Wehrhan das Anwesen und baute dieses vollkommen um. Ein
Kuhstall wurde in einen siebenfenstrigen Speisesaal verwandelt, „...wo
viele glänzende Fenster lange in die dunkle Nacht hinausleuchteten, denn
dort saßen fröhliche Zecher und leerten so manche Flasche echten
Zimmerhofer.“
Pastor Wehrhan erwarb auch
den Ameisenhübel, auf den er sich nach dem Verkauf des Zimmerhofes an
seinen Sohn zurückzog und dort 1860 verstarb.
Der
Zimmerhof und seine damals dazugehörenden Besitzungen wurden vor allem
landwirtschaftlich genutzt. Wehrhans Sohn starb 1882 und das Anwesen
wurde an den Rittmeister von Schmiedseck verkauft.
1929 erwarb es die
Landesversicherungsanstalt Sachsen. Heute befindet sich das Haus in
Privatbesitz.
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